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Literaturkreis im Oktober 2016

Alfred Andersch hat in dieser autobiographischen Novelle das Ende seiner Schullaufbahn geschildert. Andersch, in der Erzählung Kien, wird im Mai 1928 in griechischer Grammatik geprüft – von seinem Direktor, dem Vater von Heinrich Himmler, dem späteren Reichsführer SS.
Hier wird ein Schulalltag vorgeführt, der in Deutschland leider lange gang und gäbe war. Schüler und Lehrer hatten kein kameradschaftliches Verhältnis, sondern obrigkeitsstaatliches Denken und Untertanen-mentalität zeigen sich bereits in der Schule. Dem Direktor geht es nicht um Pädagogik, sondern er hat von Anfang an das Ziel, den ihm unbequemen Schüler von der Schule zu verweisen.
Dieser humanistisch gebildete, strenge Direktor ist der Vater Heinrich Himmlers, eines bestialischen Massenmörders, der im Privaten durch äußerste Pedanz und Spießigkeit aufgefallen ist. Der Direktor ist eigentlich ein Sadist, jemand, der mit Absicht den Schüler quält und diesen sein „Gesicht“ verlieren lässt – insbesondere die Fragen nach den familiären Verhältnissen des Schülers machen dies deutlich.